Impetus

SCHMUCK UND SKULPTUR

Schmuck und Skulptur verbindet ihre handwerkliche Herstellung. Beide Werkgruppen sind Ausdruck meiner Formensprache. Schmuck ist unmittelbar und hautnah, kann begleiten wie ein Talisman. Er betont die Individualität und beflügelt Facetten der Persönlichkeit. Im Gegensatz zum handschmeichelnden Ertasten eines Schmuckstücks ist die Skulptur ein Gegenüber im Raum – umrundbar und wandelbar je nach Blick winkel. Die Sichtweise des Betrachtenden wird herausgefordert und befragt.
Der Wiegeschritt zwischen diesen beiden künstlerischen Disziplinen ist für mich eine sich gegenseitig befeuernde Bereicherung.

Meine Werke dürfen tanzen, der Sehnsucht nachgehen, etwas Starres in Schwingung verwandeln – eine Einladung an den Betrachter, mit den Augen zu flanieren und in tastender Erkundung eigene Assoziationen spielen zu lassen. Musik und Tanz sind in meiner künstlerischen DNA verwurzelt, sie beseelen Skulpturen und Schmuck.
Musik begleitet meine Fantasie, sie fließt durch die Ohrmuscheln, über das Herz in die Hände, die eine „Klangskulptur“ formen.

DIMENSIONEN UND REALISIERUNG VON SKULPTUREN IM WANDEL DER ZEIT

Viele Bildhauer entwerfen zunächst in kleinem Format: Alberto Giacometti, Henry Moore, Jean Arp, Kiki Smith oder Urs Fischer zählen dazu. Der reduzierte Maßstab ermöglicht mehr Flexibilität beim Experimentieren. Die gesamtkomposition des Werkes und das Verhältnis einzelner Details lassen sich schneller und klarer visualisieren, Änderungen lassen sich einfacher ausführen. Einige berühmte Künstler ließen sich bei der Umsetzung in große Formate von darauf spezialisierten Kollegen unterstützen.
In Michelangelos Fall waren Tiberio Calcagni und Ascanio Condivi beteiligt. Bei Henry Moore werden in diesem Zusammenhang Gorgon Baldwin oder Celia de Villiers erwähnt.
Zeitgenössische Bildhauer wie Anish Kapoor, Damien Hirst und Tony Cragg nutzen heute Computer Aided Design (CAD). Das digitale Modellieren verkürzt den Entwurfsprozess und erhöht die Präzision, besonders wenn es sich um die Umsetzung komplexer geometrischer Formen handelt.
Wenn nicht nur der Entwurf, sondern auch die Werke selbst mit Fertigungs techniken wie CNCFräsen oder 3D-Druck entstehen, Materialien wie Wachs, Kunststoff, Keramik oder Metall schichtweise aufgebaut oder gefräst werden, kann das auf die Handschrift des Künstlers bzw. die „Seele“ des Objekts Auswirkungen haben.

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