Voluntaries

VOLUNTARIES ist eine Verneigung vor dem gleichnamigen Ballett von Glen Tetley. Geprägt von Martha Graham und Hanya Holm, waren die Choreografien Tetleys ihrer Zeit voraus. Stilistisch dem modernen Tanz verpflichtet, zeichnen sie sich durch eine intensive, fließende Bewegungssprache aus, in der Schwere und Schwung verschmelzen. Darin erkenne ich auch meine künstlerische Handschrift wieder.
Glen Tetley war fasziniert von Poulencs Konzert für Orgel, Streicher und Schlagzeug, das er als „geheimnisvoll, auch lyrisch, oft fröhlich, im Ganzen sehr nach innen gekehrt“ beschrieb. Bei der Premiere in Stuttgart war ich überwältigt von der filigranen Anmut der Tänzer, der ergreifenden Wucht der Musik und dem sphärisch-puristischen Bühnenbild von Rouben Ter-Arutunian.
In meinem Ertasten einer Komposition gehe ich ähnlich vor: Eine präzise Emotion äußert sich in einem skulpturalen Ausdruck.

VOLUNTARIES war ursprünglich ein Handschmeichler – entworfen für das spielerische Ertasten seiner Formen. In der Größe der Skulptur liegt nun der Reiz einer bühnengleichen Inszenierung im Raum.

Eine fließende Bewegungs sprache, in der Schwere und Schwung verschmelzen – darin erkenne ich auch meine künstlerische Handschrift.