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27 · Mythe Malheureux

Der unglückliche Mythos

Es begab sich das Herz auf einen Sockel, der, gebildet aus einem Gespinst der tausend Gefühle wider Vernunft, in allen Farben schillert.
Geschnürt durch Eisen droht es zu zerbersten, Tränen aus Blut tropfen, und Kälte frisst sich ins Innere. Gehalten durch seidene Fäden der Sehnsucht versucht es das Gleichgewicht zu halten. Fieber und Frost leidend, sprengt sich das eiserne Gefängnis und Triebe der Erneuerung werden Lebendigkeit erblühen lassen. Gewoben, gebogen,
gemauert, geschweißt das Gespinst aus tausend Gefühlen wider Vernunft. Verehrung, Verherrlichung, Abstrahierung als Ursprung des Altars der Liebe; nicht geboren aus gesäter Saat, nie reif zur Ernte.
Der Schmerz währt unendlich, beleuchtet die Sockel derer, die so erstehen zum Monument, das kniend ich betrachte Starr und steif gibt sich das Abbild derer, die leben an anderem Ort, nicht ahnend der Kräfte, die walten, um sie zu behalten oder nur zu fassen, anstatt von ihnen zu lassen, bevor sie hassen.
Ich stehe auf festem Grund, doch habe die Sehnsucht zu schweben, um auf die Ebenen zu gelangen, auf die ich die Abbilder gehoben durch eigenes Loben.
Wahrlich, die eigene Kraft der Liebe versetzt, lauf' ich gehetzt zu suchen die der anderen.

Paul Domke

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